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  • Thursday, 28.9.2006

    Geschenkpapier

    Filed under: Aktuell — techno @ 15:28

    Ich weiß nicht, ob es der geneigten Leserschaft klar ist, aber Geschenkpapier, wenn es nicht im Dreierpack auf 10m-Rollen im Supermarkt erstanden oder der elterlichen Schrankwand entnommen wird, ist richtig, richtig teuer. Zeit und Geld sparen kann man, wenn man das Geschenk gleich bei einem Laden kauft, der es einem kostenlos einpackt. Doch was, wenn das Geburtstagsparty-Mitbringsel ausnahmsweise mal keine DVD vom Hugendubel-Grabbeltisch ist? Was, wenn die zu beschenkenden Freunde das Conrad-Elektronik-Nußknacker-Weihnachtspapier schon gar zu gut kennen, als daß es noch originell wirken könnte oder der Inhalt ernsthaft überraschen würde? Was, wenn das Geschenk nicht für irgendwen ist, sondern die geliebte Ehefrau, die morgen Geburtstag hat?

    Dann, liebe Leser, macht man es so wie ich heute und begibt sich zu einem Laden, der soviel Geschenkpapier vorrätig hat, daß er es sogar verkauft, in ein Kaufhaus wie Karstadt beispielsweise. Eine ganze Abteilung scheint für nichts anderes da zu sein, als den Verkauf von allerlei Kisten, Kästen, Papieren und Bändern, die geeignet sind, triste Geschenke in edle Präsente zu verwandeln - vorausgesetzt, man trifft die richtige Wahl und hat genug Geld mitgebracht. Zu horrenden Preisen nämlich steht dort eine breite Auswahl diverser Verpackungserzeugnisse bereit. Selbst das winzigste Stück gestreiftes Geschenkpapier mit 1-Farb-Druck (schwarz auf weiß), kostet dort mal locker mehrere Euro. Dafür ist es dann mit “farblich passender Rückseite” ausgestattet. Das Papier ist weiß, die Rückseite auch. Ja, das ist wirklich sehr passend.

    Nach dem Studium diverser deutlich komplexerer Verpackungssysteme habe ich mich schließlich für ein einzelnes lose verkauftes Blatt Geschenkpapier entschieden. Der Vorteil daran ist, daß man das aufgedruckte Muster besser begutachten und ggf. befühlen kann, als bei dem aufgerollten und eingeschweißten. Außerdem ist es ein wenig billiger. Aber das wäre natürlich nicht ausschlaggebend gewesen, schließlich geht es um ein Geschenk für meine Frau. Die Nachteile sind etwa folgende: 1.) Die obersten Blätter sehen meistens etwas schäbig aus, weil alle anderen Kunden das Papier begutachten und befühlen müssen, man muß also Papier von weiter unten vom Stapel nehmen. 2.) Die Blätter weiter unten sehen auch oft schäbig aus, weil alle anderen Kunden unbedingt das Papier von weiter unten vom Stapel nehmen müssen. 3.) Während man mit dem Papier in der Hand in der Schlange an der Kasse steht, zerknickt man es leicht oder hinterläßt Schweißspuren. 4.) Der Transport des losen Papiers ist, auch in aufgerollt, zumindest bei Nieselregen nicht ganz unkritisch.

    Nach Abwägung der Vor- und Nachteile habe ich mich also wie gesagt für das lose Papier entschieden. Dabei ist mir leider der größte Nachteil entgangen: Auf dem Blatt klebt tatsächlich ein Preisschild! Und das geht natürlich nicht vernünftig ab. Wäre mir das vorher aufgefallen, hätte ich natürlich an der Kasse um Hilfe bitten können. “Entschuldigung, können Sie mir das Schild abmachen? Das soll nämlich ein Geschenk sein.” - “Ach so, ein Geschenk, na das wußte ich ja nicht, gerne doch.”

    Ich hätte doch das aufgerollte, eingeschweißte kaufen sollen. Vielleicht habe ich aber auch nur einen neuen Trend verpaßt. Dezente Protzerei auf der Geschenkpapierinnenseite. So nach dem Motto: “Boah, das Geschenkpapier von Peter hat 2,50 Euro gekostet und Klaus’ Geschenkpapier nur 1,80 Euro. Peter ist ja echt viel großzügiger!”

    Die kleine Ecke mit dem Preis habe ich schließlich doch nicht zum Verpacken gebraucht. Aber das nächste Geschenk wird wieder bei Hugendubel gekauft und verpackt. Da sehen die Leute dann gleich, daß es sich um eine spannende DVD oder ein gutes Buch handelt und freuen sich schon vor dem Auspacken.

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